Offener Brief der GdP an den BMI Dr.Hans-Peter Friedrich zum Thema Karneval 2012
Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Dr. Friedrich!
Die GdP-Direktionsgruppen mit jeweiliger Zuständigkeit in den Hochburgen des Rheinischen Karnevals wenden sich auf diesem außergewöhnlichen Weg direkt an Sie und bitten Sie um eine wohlwollende Überprüfung der durch das Bundespolizeipräsidium in Potsdam getroffenen Entscheidung, die seit Jahrzehnten gewährte Dienstbefreiung am Rosenmontag nicht mehr zu gewähren.
Mit o. a. Erlass hat das BMI verfügt, dass am Rosenmontag für die Angehörigen des BMI Dienstbefreiung gewährt wird. Den nachgeordneten Dienstbehörden wird anheim gestellt, eine entsprechende Regelung zu treffen. Die Bundespolizei hat entschieden, dieser Regelung nicht beizutreten.
Uns ist bewusst, dass es keinerlei Rechtsanspruch auf diese Dienstbefreiung gibt, und es insofern nur um eine Geste der Anerkennung unserer Arbeit gehen kann, dies doch zu tun.
Die Bundespolizei als wesentlicher Bestandteil der inneren Sicherheit hat – so war es auch zur Jahreswende in den Grußworten zu lesen – ihre Aufgaben hervorragend erledigt. Dies in einer schwierigen Zeit der Umorganisation und unter Zunahme der Gewaltbereitschaft gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Darüber hinaus sind viele Angehörige der Bundespolizei in Karnevalsvereinen organisiert und leisten dort im Ehrenamt eine nicht unerhebliche Arbeit, mit deren Engagement in Form von Spenden karitative Einrichtungen unterstützt werden.
Es würde sicherlich als positives Zeichen gegenüber allen Angehörigen der Bundespolizei im Rheinland gewertet werden, wenn für sie die gleiche Wertschätzung entgegengebracht würde, wie für die Angehörigen der Bonner Bundesministerien.
Wir bitten Sie, die Entscheidung des BPOLP zu revidieren und damit auch ein politisches Zeichen zu setzen.
Für die Vorsitzenden der
Direktionsgruppen
( A. K r u m m e n )